Silberhochzeit mit dem Bezirksapostel

Am 14. Mai besuchte Bezirksapostel Krause zusammen mit Apostel Steinbrenner die Gemeinde Stelle-Winsen?(Luhe). Das Himmelfahrtsgeschehen wurde durch das Textwort Lukas 24,51.52: »Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude.«, durch die Bibellesung (ebd. Verse 44–53) und die Predigt lebendig.

Der Bezirksapostel zog ergänzend das 9. Lukaskapitel heran, in welchem zum Ausdruck kommt, dass Jesus hinsichtlich des Himmelfahrtsgeschehens sein Angesicht »stracks« gen Jerusalem wandte. Er habe den Schwerpunkt nicht auf sein Opfer, sondern auf die Himmelfahrt gesetzt, um seinen Auftrag zu vollenden. Vor seiner Himmelfahrt segnete er die Apostel. Dieser Segen als Zuwendung, Zuspruch, Hilfe und besondere Gnade Gottes bekam durch die Ausführungen des Bezirksapostels einen ganz bewussten Stellenwert: Seines Wissens nach habe Jesus seine Apostel laut Bibelüberlieferung ausschließlich vor seiner Himmelfahrt gesegnet. Damit war eine besondere Nähe verbunden, die in der Zeit der irdischen Trennung tröstete, Motivation für das weitere Wirken entfachte und die Jünger intensiv miteinander verband, um mit Kraft und Freude dem Auftrag Jesu, in alle Welt zu gehen und das Wort Gottes zu verkünden, nachzukommen. Jesus versicherte ihnen sinngemäß: »Ich bin bei euch. Ich begleite euch weiterhin.« Sie wussten, dass der Heilige Geist noch kommen würde, um sie mit der nötigen Kraft auszustatten.

Wir haben in unserer Zeit sogar in jedem Gottesdienst die Möglichkeit, diesen Segen auf uns zu ziehen, der in seiner Wirkungskraft noch ebenso stark und umfassend ist wie zu Jesu Himmelfahrt. Es wurde auch die Freude am Herrn in den Mittelpunkt gestellt. So wie die Christen damals, ziehen auch wir unsere Freude und Motivation aus der Zusage, dass der Herr wiederkommen wird. Das ist unsere Freudenquelle als Christen heute. Sonst hätte alles keinen Sinn. Wenn sich unsere Motivation langfristig ausschließlich darauf beschränken würde, dass wir in Gemeinschaftsveranstaltungen einen schönen Rahmen haben, das Beisammensein und die Musik genießen, würde das nicht reichen. Aus der Hoffnung, dass unser Herr bald wiederkommt, können wir nachhaltig Motivation und Freude ziehen. Jesu Anfang und auch sein Ende auf dieser Welt waren gekennzeichnet von großer, tiefgründiger und göttlicher Freude. Jesus hat eine »frohe« Botschaft hinterlassen. Diese Botschaft möge durch alle Umstände hindurchleuchten, denn er ist immer bei uns in seiner Vollkommenheit.

Der Bezirksapostel griff diesbezüglich einen Gedanken des Stammapostels auf, der sagte, die Vollkommenheit Gottes drücke sich dadurch aus, dass er sagt, was er denkt und tut, was er sagt. Durch die Übereinstimmung von Gedanken, Sprache und Taten gibt es keine Einschränkungen und keine Täuschungen. Wir Menschen kommen da noch schnell an unsere Grenzen …

Im Rahmen der Feierstunde erhielten Bezirksevangelist Freisleben und seine Frau den Segen zur Silberhochzeit. In seiner Ansprache drückte der Bezirksapostel seinen Dank aus, beleuchtete einige Stationen und Schwerpunkte aus dem Leben des Silberpaares und gab ihnen ein Wort aus Jesaja 54,10 mit: »Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen.« Im Anschluss konnte die große Gemeinde dem Paar ihre guten Wünsche aussprechen.

Text: M.H.; Fotos: K. Wollburg