Partnergemeinde Glatten zu Besuch in Stelle-Winsen (Luhe)

Wir Geschwister aus der Gemeinde Stelle-Winsen (Luhe) haben diesmal ein ganz besonderes Pfingstfest erlebt. Da ist natürlich in erster Linie die Übertragung des Stammapostelgottesdienstes aus Sambia zu nennen, die ein spezielles Gepräge hatte, da sie aus einem afrikanischen Land kam. Außerdem hatten wir aber auch vom 23. bis zum 26. Mai 2015 über 30 Geschwister aus unserer Partnergemeinde Glatten im Schwarzwald zu Besuch.

Am Pfingstsamstag bauten viele Geschwister unserer Gemeinde bei Regen vor der Kirche in Stelle Pavillons auf und trafen weitere Vorbereitungen für einen Brunch an Sonntag. Das Wetter trübte ein wenig unsere Stimmung, wollten wir doch am Nachmittag mit unseren Gästen eine Hafenrundfahrt in Hamburg machen.

Aber der liebe Gott hat es gut mit uns gemeint, denn wir konnten unsere Gäste bei strahlendem Sonnenschein begrüßen und einander auf einer Barkasse kennenlernen. Ein paar Geschwister kannten einige aus unserer Gemeinde ja schon von einer Begegnung in Melsungen im letzten Jahr. Es gab eine sehr herzliche Begrüßung beim Wiedersehen – aber auch alle anderen Geschwister, die einander noch nicht kannten, fühlten sich ganz schnell miteinander verbunden.

Natürlich waren nach der Barkassenfahrt alle hungrig, deshalb genossen wir leckeres Essen im Blockbräu, einem Restaurant mit »Hofbräuhausatmosphäre«, wie einige Glattener sagten. Gut gesättigt wurden unsere Gäste müde, denn sie waren am Samstag um Mitternacht in Glatten losgefahren und zwölf Stunden mit dem Bus unterwegs, um zu uns zu gelangen. Der Sonntag war ein besonderer Tag, weil er einem Besuch in Stelle und in Winsen vorbehalten war.

Den Stammapostelgottesdienst erlebten unsere Gäste mit uns in der Gemeinde Stelle. Anschließend fand ein Brunch in unserer Kirche statt. Dazu musste die Kirche in Windeseile umgebaut werden. Viele Helfer sorgten dafür, dass sie anschließend wie ein gemütliches Restaurant aussah. Um den Umbau nicht zu behindern, wurde allen Kaffee in den Pavillons serviert, den wir alle bei strahlendem Sonnenschein getrunken haben.

Von dem danach erfolgten Brunch waren unsere Gäste überwältigt, weil es so reichhaltig und vielseitig war. Wir alle haben es uns sehr gut schmecken lassen! Dann kam der Höhepunkt des ganzen Besuches: In unserer Kirche in Winsen wartete unser Stammapostel i.R. Leber auf uns! Schon auf der Fahrt nach Winsen hatte ich unseren Gästen einen Überraschungsgast angekündigt. Daraufhin wurde es im Bus zuerst ganz leise und dann schossen die Spekulationen ins Kraut. Als die Geschwister sich unserer Kirche näherten, glaubten sie ihren Augen nicht mehr trauen zu können. Alle waren begeistert, den Stammapostel persönlich begrüßen zu dürfen. Dann mussten erst einmal viele Fotos gemacht werden – »Beweisfotos«, wie einige sagten, damit ihnen auch in Glatten geglaubt würde. Per WhatsApp gingen sofort Fotos in ihre Heimat! Es war für alle Beteiligten eine besondere Erfahrung, den Stammapostel einmal in einem so kleinen Kreis zu erleben, wo er dann auch eine ganze Menge Privates erzählte. Für alle, die dabei sein durften, war es ein einmaliges Erlebnis!

Der Montag brachte für die Glattener eine Stadtrundfahrt durch Hamburg, die geleitet wurde von Bruder Thal unter Mithilfe von Priester Jensen. Beide brachten ihr Fachwissen ein bei der Besichtigung der Alster, den Alsterarkaden, des Rathauses, des Michels, des Museumshafens Övelgönne und weiterer Sehenswürdigkeiten. Am Nachmittag waren einige im Miniatur-Wunderland, bevor wir uns alle am Abend in einem Fischrestaurant zum Abschiedsessen trafen. Es wurde ein sehr geselliger Abend in einer fröhlichen Runde.

An dieser Stelle sei noch einmal allen Geschwistern gedankt, die sich in irgendeiner Form am Gelingen des Besuchsprogramms beteiligt haben. Eure Aktivitäten waren so vielfältig, dass es unmöglich ist, hier alles aufzuzählen. Der liebe Gott hat uns in allem beigestanden – nur dadurch konnten wir diese große Freude erleben. Die Geschwister aus Glatten haben uns zu einem Gegenbesuch im nächsten Jahr eingeladen, auf den wir uns schon jetzt freuen und zu dem wir alle interessierten Geschwister herzlich einladen.

Text: Erika Lutter; Fotos: E. Lutter